Schriften der Mystik

Hammarskjoeld, WegZeichen am Weg
Das spirituelle Tagebuch des UN-Generalsekretärs
von Dag Hammarskjöld

Kartoniert
225 Seiten
Urachhaus 2011
ISBN 978-3-8251-7770-6
19,90 EUR

Dag Hammarskjöld, UNO-Generalsekretär von 1953 bis zu seinem Tod 1961, hinterließ ein Manuskript mit tagebuchartigen Aufzeichnungen („Vägmärken“ – Wegzeichen), die den kühlen, verschlossenen Diplomaten als religiösen, spirituellen Menschen zeigen. Er war ein Mystiker des 20. Jahrhunderts. Zeichen am Weg ist ein faszinierendes und eindrucksvolles Dokument seines Weges.

Jäger, WegTexte der Kontemplation
Geh den inneren Weg
Texte der Achtsamkeit und Kontemplation
von Willigis Jäger (Hg.)

Taschenbuch
159 Seiten
Herder 1999
ISBN 978-3-451-05999-5
nur noch antiquarisch zu erhalten

In diesem Buch sind mystische Texte aus verschiedenen Religionen versammelt. Es sind alte und neue Texte aus Ost und West. Dort, wo es um das Zentrale, das Wesentliche geht, sind sich alle Religionen sehr nahe. Die Verse können als wertvolle Impulse auf dem inneren Weg dienen, um die Richtung des großen Loslassens anzuzeigen…

Massa, WolkeWolke des Nichtwissens und Brief persönlicher Führung
Der Klassiker der Meditation
Übersetzt v. Willi Massa

Gebunden
235 Seiten
Kreuz Verlag 2011
ISBN 978-3-451-61075-2
16,95 EUR

Die Wolke des Nichtwissens („The cloud of unknowing“) ist der Titel einer Schrift über den mystischen Weg, die ca. um 1390 in England entstanden ist. Über den Autor persönlich ist wenig bekannt. Das zentrale biblische Bild, das der Schrift ihren Namen gegeben hat, ist die Wolke am Gipfel des Gottesberges Sinai, innerhalb derer Mose Gott erfahren durfte (Exodus 16,10). Damit ist auch der zentrale Inhalt des Werkes benannt: die geistliche Einung des Menschen mit Gott, bei welcher der Mensch über den normalen Erkenntnisbereich der begreifenden Vernunft hinaus gerät, und so Gott auf über-vernünftige Weise erfährt.

Grundgedanke: Nur wenn sich der Mensch während der Kontemplation von der Welt radikal entleert, kann er mit Gott ganz erfüllt werden. Um also zu einer Gotteserfahrung zu gelangen, muss der Beter alle Gedanken, Assoziationsketten, Selbstgespräche, Überlegungen etc. ausleeren und stillstellen – also gleichsam mit einer „Wolke des Vergessens“ bedecken. Das menschliche Da-Sein strömt aus der göttlichen Seinsquelle; wenn der Beter also mit seinem Geist sein eigenes Da-Sein bis in die göttliche Seinsquelle hinein nachverfolgt, dann kann er geistig (nicht seinsmäßig!) ins trinitarische Leben Gottes hineingezogen werden, und dadurch mit Gott geeint werden.

Eine modern anmutende Wegbeschreibung – in der kongenialen Übertragung des christlichen Zenmeisters Willi Massa. Mit einleitenden und einordnenden Worten von Willigis Jäger OSB und Professor Dr. Bernhard Uhde.

Eckhart, PredigtenDeutsche Predigten und Traktate
von Meister Eckhart;
Hrsg. u. übertr. v. Josef Quint

Diogenes
ISBN 978-3-257-20642-5
13.90 EUR

Meister Eckhart (um 1260-1327) war einer der bedeutendsten deutschen Theologen und Philosophen des Mittelalters und der beredteste Verkünder der deutschen Mystik. Die Ideen des religiösen Genies z.B. die Gottesgeburt in der menschlichen Seele waren Ausdruck intensivster spiritueller Erlebnisse und teilweise derart kraftvoll, dass der bekannte Prediger zwar in Konflikt mit der Inquisition geriet, für die intellektuelle Nachwelt aber bis heute eine außerordentliche Inspirationsquelle blieb.

Rumi, SonneDie Sonne von Tabriz
Sufi-Gedichte.
von Dschalaloddin Rumi

108 Seiten
2005 Schirner
ISBN 978-3-89767-444-8
nur noch antiquarisch zu erhalten

Dschalal ad-Din Muhammad Rumi (1207-73) war der größte mystische Dichter des Islam und Gründer des Sufi-Ordens der tanzenden Derwische. Die Sonne von Tabritz meint einen wandernden Derwisch, Sham, den Rumi 1244 traf, und der sein Leben vollkommen veränderte. In Sham erkannte Rumi das wahre Wesen des Göttlichen und er wurde durch ihn zu einem großen Menschenfreund und Poeten. Schließlich fand er das, was er in Sham gesehen hatte, auch in seinem eigenen Herzen. In diesem Buch spiegelt sich die tiefe Sehnsucht Rumis nach der Weisheit und göttlichen Kraft seines Lehrers. Die Verse verbinden den Leser auf sehr tiefgründige, unaufdringliche Weise mit der Erfahrung von göttlicher Verzückung und Ekstase, die Rumi oft erleben durfte. Er gilt als einer der wichtigsten Lehrer der islamischen Mystik. Somit bietet das Buch nicht nur berührende Vierzeiler, Gedichte und Geschichten, sondern es schlägt dem Islam eine sehr feinfühlige Brücke in den Westen.

Kabir, GesangKabir fand sich im Gesang
Die Verse des indischen Bhakti-Dichters und Mystikers.
Hrsg. u. aus d. Hindi ins Deutsche übertr. v. Shubhra Parashar

154 Seiten
2006 Yin Yang Media Verlag
ISBN 978-3-935727-11-2
12.50 EUR

Kabir, ein einfacher Weber aus der zweiten Hälfte des 15. Jahrhunderts, ist einer der größten Mystiker und Dichter Indiens. Er gehörte der nordindischen Bhaktibewegung an, die sich von dem strengen Zeremoniell der Brahmanenpriester lossagte und keine Kastenunterschiede gelten ließ. Die Bhaktianhänger suchten den direkten Zugang zum Göttlichen durch die persönliche und liebende Hingabe. Kabir ist geprägt vom Hinduismus und der mystischen Tradition des Islam (Sufismus). Er ließ alle religiösen Abgrenzungen, Vorschriften und Theologien hinter sich. In der mystischen Einswerdung mit dem Göttlichen fand er Gott in sich und in allen Wesen.Seine Verse ekstatische Liebesgedichte, Spottlieder gegen engstirnige Buchstabenfromme, kurze Unterweisungen in der Form von Zweizeilern haben nur ein Ziel: In einer ganz direkten Sprache seine Zuhörer zur eigenen Begegnung mit Gott zu führen.